Um halb acht wartete vor dem Hotel ein kleiner Bus auf uns, der uns zum Tempel brachte. Die Hochzeit selbst findet jedoch nicht im Tempel statt, sondern in einer großen Halle neben dem Tempel. Dort angekommen gab es zuerst Kaffee und man konnte bei verschiedenen Zeremonien auf der Bühne zuschauen. Diese war wundervoll mit farbenfrohen Blumen geschmückt.

Etwas später gab es Frühstück, welches in einer weiteren Nebenhalle serviert wurde. Es war beeindruckend, wie schnell eine solche große Masse an Menschen versorgt wurde. Wir saßen an schmalen Tischen (ohne Gegenübersitzer) zwischen denen genug Platz für die Angestellten war, die das Essen unglaublich schnell (fließbandmäßig) auf die bereitliegenden Bananenblätter schöpften.

Für die Hochzeit wurde ich von Neelesh mit traditioneller Kleidung (Dhoti) ausgestattet.

Nachdem Frühstück wurde zuerst der Bräutigam mit Trompeten, Trommeln und Tänzern empfangen. Traditionell wird der Bräutigam dabei von seiner Schwester herein geführt. Da Neelesh keine Schwester hat, übernahm eine Cousine die Aufgabe.

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Ein wenig später wurde die Braut Divya hinein getragen. Dabei war es natürlich auch wieder laut, und Tänzer waren selbstverständlich auch wieder dabei.

Nachdem beide auf der Bühne ankamen, befand sich noch ein Teppich zwischen Ihnen der im Laufe der Zeremonie fallen gelassen wurde, sodass sie sich (gemäß der Tradition) zum ersten Mal sehen. Wir konnten das zwar nicht direkt sehen das Divya und Neelesh von einer Menschentraube umgeben waren. Da das ganze aber auch live übertragen wurde, haben wir auch mitbekommen, wie es abgelaufen ist.

Für das Brautpaar gingen die Zeremonien nochmal für zwei Stunden weiter, für den Rest gab es ein unglaublich leckeres (vegetarisches) Menü zum Mittagessen. Natürlich gab es nicht nur Essen sondern auch Leckereien wie junge Kokosnüsse (zum Ausdrinken) oder frisch gepressten Zuckerrohrsaft.

Gegen drei Uhr ging es zurück zum Hotel. Nach einer Mittgspause ging es dann mit Freunden von Divya mit einer Auto Rickshaw zu viert zu einem 30 km entfernten Strand. Die Fahrt dauerte nicht nur ziemlich lange, sondern war auch ziemlich unbequem, da es in dem Gefährt nur 3 Sitzplätze für Passagiere gibt. Dafür war die Fahrt (inkl. Rückfahrt) für deutsche Verhältnisse unglaublich günstig. Sie kostete 500 Rupien (knapp über 6€). Nachdem wir wieder zurück gekommen sind, aßen wir im Hotel noch etwas.

Kategorien: Indien2020

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