Wie auch gestern gab es zuerst Frühstück mit einer Eierspeise, heute verschiedenes Gemüse als Rührei zubereitet. Danach liefen wir den knappen Kilometer nach Norden zum Seawall und spazierten auf der Seaside Greenway immer am Wasser entlang bis nach Granville Island.

Blick vom Seaside Greenway auf Downtown

Dort ging es zuerst durch den Granville Island Public Market, bevor wir uns im „Kaisereck“ eine Pause mit einem Bierchen gönnten. Zu dem Bier aßen wir erstaunlich gute Landjäger und Bierbeißer, die wir im Markt gekauft hatten. Neben einer großen deutschen Bierauswahl gab es dort auch ein paar lokale Sachen, unter anderem einen trockenen Cider von Northyards. Die Cidery sitzt in Salmon Arm, wo wir nächste Woche auf dem Weg nach Osten vorbeikommen werden, wahrscheinlich ohne Stopp, höchstens für eine Nacht auf der Durchreise.

Granville Island Public Market
Pause im „Kaisereck“

Danach kauften Brandon und ich bei „The Lobster Man“ ein Dutzend Austern, die wir gemütlich am Yacht Sales West Dock knackten und aßen. Saskia und Emily beschränkten sich dabei aufs Zuschauen. Als Nachtisch gab es ein Mandelcroissant und eine „Sticky Cinnamon Roll“ aus der Markthalle davor.

Brandon beim Aussuchen der Austern
Brandon und Dominik beim Austernknacken

Mit der False Creek Ferry ging es anschließend hinüber zum Sunset Beach und von dort zu Fuß weiter zum English Bay Beach, wo wir noch einen kleinen Stopp für ein Eis einlegten.

Überfahrt zum Sunset Beach
English Bay Beach

Beim English Bay wollten wir uns eigentlich Elektroroller leihen, um damit den Stanley Park zu umrunden. In der Roller-App wurde uns dann aber angezeigt, dass das nicht erlaubt ist und die Roller im Gebiet des Stanley Parks nicht funktionieren werden. Also liehen wir uns stattdessen Fahrräder aus, und für Saskia und mich gab es eine Premiere: Wir fuhren Tandem. Das klappte auf Anhieb gut, auch wenn es sich deutlich träger fuhr als unsere Räder daheim. Mein linkes Pedal war zudem krumm eingeschraubt, ansonsten waren die Räder aber gut.

Innerhalb einer Stunde umrundeten wir den sehr schönen Stanley Park. Zuerst hatte man eine tolle Sicht auf die Skyline der Downtown, später kam die Lions Gate Bridge in den Blick. Der Park selbst ist mit knapp 405 Hektar einer der größten innerstädtischen Parks Nordamerikas und wurde 1888 eröffnet, benannt nach Frederick Stanley, dem damaligen Generalgouverneur Kanadas, demselben Lord Stanley, nach dem auch der Stanley Cup heißt. Der Seawall rund um den Park ist etwa neun Kilometer lang und Teil eines insgesamt 28 Kilometer langen Uferwegnetzes, auf dem wir am Morgen schon unterwegs waren.

Selfie unter der Lions Gate Bridge
Lions Gate Bridge vom Seawall aus

Nachdem die Runde geschafft war, fuhren wir nach Hause, um nach Dennis zu schauen, dem Hund von Brandon und Emily. Nach einer kurzen Pause liefen Emily und ich einkaufen und kochten anschließend gemeinsam Spätzle mit Pilzsoße und Schweinemedaillons. Für Emily und Brandon war es das zweite Mal, dass sie selbst Spätzle schabten. Das erste Mal war in Chaitén (siehe Tag 144).

Spätzle mit Pilzsoße und Schweinemedaillons

Zum Essen kamen noch zwei Freunde dazu, und danach spielten wir gemeinsam Karten. Übernachtet haben wir wieder bei Brandon und Emily. Es war die letzte Nacht, bevor es morgen nach Vancouver Island geht.

Kategorien: Kanada2026

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