Tag 6 (06.08.2026): Vom Buttle Lake auf den Flower Ridge zu einem wunderschönen Zeltplatz
Heute stand unsere erste Backcountry-Wanderung dieser Reise an. Da sowohl der Weg hinein als auch der Weg hinaus mit knapp 10 Kilometern recht kurz ist, ließen wir den Morgen gemütlich angehen und fuhren erst um 10 Uhr zum 30 Minuten entfernten Trailhead. Die Rucksäcke waren für eine einzige Nacht erstaunlich schwer: jeder von uns hatte 3 Liter in der Trinkblase, dazu kam ein 4-Liter-Kanister für uns beide, da es auf dem Grat kaum Wasser geben soll.
Der Aufstieg vom Buttle Lake weg war dann aber sehr mühsam. Es war warm und ziemlich steil, und der Weg führt lange durch dichten Wald ohne Aussicht. Ungefähr nach der Hälfte der Kilometer und Höhenmeter fanden wir einen schönen Platz für unser Vesper.

Danach ging es weiter, allerdings dauerte es viel länger als gedacht, bis wir tatsächlich auf dem Ridge standen. So richtig raus aus dem Wald kamen wir erst nach 7 Kilometern. Oben entschädigte dann die Aussicht auf dem Grat dann aber für alle MüheY

Den ersten wunderbaren Zeltplatz ließen wir zunächst links liegen und liefen noch einen Kilometer weiter zu einem namenlosen See in der Pond Camp Zone.

Andere Wanderer hatten uns von einer Bärenmutter mit zwei Jungen erzählt, die dort unterwegs gewesen sei. Als wir ankamen, waren die drei aber längst verschwunden. Wir nutzten die Gelegenheit für eine kleine Runde Schwimmen und eine Pause. Obwohl wir viel Wasser dabeihatten, hätte es nicht gereicht, also schöpften wir hier noch Wasser für Abendessen und Frühstück. Am See hätte man ebenfalls campen können, wir wollten aber zurück zu dem Platz davor mit der besseren Aussicht.



Dort bauten wir das Zelt wenige Meter vom Felsabbruch entfernt auf. Erstaunlicherweise war der Untergrund perfekt eben und weich genug, dass die Heringe tatsächlich hineingingen. Zum Abendessen gab es Fertigreis von Knorr, einmal mexikanisch und einmal mit Pilzen, laut Packung in 7 Minuten fertig. Das Seewasser kochten wir dafür einfach ab.

Anschließend verzogen wir uns ins Zelt, weil die Sonne noch zu warm war und zu viele Moskitos unterwegs waren. Unsere Drybags mit dem Essen und sämtlicher Kosmetik hängten wir vorher an einem Baum auf, so wie es uns erklärt worden war.


Bis 23 Uhr schliefen wir ein wenig um dann für die Milchstraße nochmal aufzustehen, wie wir es oft auch in Südamerika gemacht hatten. Es war recht dunstig, sehen konnte man sie trotzdem schön.

Tag 7 (07.08.2026): Abstieg zum Buttle Lake und zurück nach Vancouver
Am Morgen lief alles ganz klassisch ab: Zelt abbauen, heißes Wasser für Haferflocken, Tee und Kaffee. Danach ging es die vielen Höhenmeter wieder hinunter, was genauso mühsam war wie der Aufstieg am Vortag.

Zurück am Auto fuhren wir nach Campbell River, wo wir der Einfachheit halber bei McDonald’s aßen und bei Walmart weitere Vorräte einkauften. Weiter ging es dann nach Nanaimo. Unterwegs waren wir das erste Mal tanken, mit 1,95 CAD pro Liter (etwa 1,23€) ist der Sprit hier vergleichsweise günstig.
Um 18:20 Uhr nahmen wir in Nanaimo die Fähre zurück aufs Festland. Nach der Ankunft lag noch eine knappe Stunde Fahrzeit vor uns, bis wir wieder bei Brandon und Emily waren, wo wir ein weiteres Mal übernachten durften.
0 Kommentare