Am Morgen nahm uns Hans (der Besitzer der Finca Sommerwind) mit seinem Auto mit in die Stadt, wo wir einen Bus nach Tulcán nahe der Grenze nahmen. Angekommen in Tuöcán stiegen wir in einen Minibus um, der uns bis zur Grenze brachte. Die Aus- und Einreise klappte sehr zügig, nur war es ungewohnt, ohne Bernie nicht beim Zoll anhalten zu müssen.

Auf der kolumbianischen Seite ging es dann mit einem Taxi weiter, da wir noch einen kleinen Zwischenstopp beim Santuario de Lajas machen wollten. Die neugotische Kirche wurde spektakulär auf einer Brücke über einem tief eingeschnittenen Flusslauf errichtet und gilt nicht nur architektonisch als Highlight, sondern auch wegen der Legende einer Marienerscheinung an genau diesem Ort.


Nachdem wir zurück beim Taxi waren, ging es dann in Richtung des Flughafens. Leider war dem Taxifahrer es nicht genug, dass er schon einen leicht überhöhten Fahrpreis mit uns verhandelt hatte, sondern er wollte mit einem gefälschten Parkticket weiteres Geld von uns ergaunern. Nachdem wir mehrfach vorgeschlagen hatten die Polizei zur Hilfe zu rufen, verzichtete er dann doch auf seine Forderung.
Mit dem Flieger ging es dann in die Hauptstadt von Kolumbien. Auch wenn die Strecke ausgehend von Ibarra mit 1000 km nicht zu lange gewesen wäre, hätten wir dafür mit Bernie vier Tage gebraucht. Die Strecke wäre schön kurvig und hügelig durch die Anden gegangen, und dementsprechend niedrig wäre die Fahrgeschwindigkeit gewesen. Und da wir zwecks autoverkauf in santiago die Strecke dann auch wieder zurück hätten fahren müssen, spart es uns so einfach eine Menge Zeit, auch wenn wir Bernie sehr gerne in Kolumbien dabei gehabt hätten.

Angekommen in Bogota wartete dann Luis auf uns. Luis hatten wir eher am Anfang unserer Reise auf der Ruta 40 in Argentinien kennengelernt, als er dort damals mit dem Rad unterwegs war. Das erste Mal trafen wir ihn an Tag 61, als wir etwas nördlich von Mendoza an derselben Tankstelle übernachtet hatten. Und dann ein zweites Mal an Tag 66 südlich von Mendoza, wo wir dann noch gemeinsam zu Mittag aßen. Heute kam er extra 15 km mit dem Fahrrad zum Flughafen, damit wir von den Taxi-Fahrern nicht abgezockt werden. Für uns zwei ging es dann mit dem Taxi zu Luis’ Apartment, er fuhr mit dem Fahrrad. Dort kochte er einen leckeren Eintopf für uns und wir hatten einen sehr schönen Abend mit dem Austausch von vielen Reiseerinnerungen.


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