Am Morgen war Ausruhen angesagt, da es nach mir nun Saskia etwas erwischt hatte. Gegen die Mittagszeit machten wir dann einen kleinen Spaziergang über die Sanddünen, bevor wir uns an die Weiterfahrt machten.

Auf dem Programm standen dann „nur“ 115 km in Richtung von Nazca, wo wir durch die Gegend fuhren, wo wir an Tag 251 die Nazca-Linien angeschaut hatten. Heute ließen wir die verschiedenen Aussichtspunkte links und rechts der Straße liegen, und steuerten stattdessen zwei verfallene Kirchen an.
Zuerst fuhren wir zur Iglesia San Francisco Xavier de la Nasca, die am Stadtrand von Nasca liegt. Die Jesuiten hatten diese Kapelle im 18. Jahrhundert als Teil einer großen Hacienda errichtet, die von versklavten Menschen afrikanischer Herkunft betrieben wurde. Die Ruine steht heute noch als stilles Zeugnis kolonialer Macht und spirituellen Lebens in der Region.



Nachdem wir sie angeschaut hatten, wartete noch eine außergewöhnliche Überraschung auf uns: Eine Dame, die vermutlich gerade ihre größere Familie bekochte, lief uns hinterher, um uns jeweils eine Schale sehr leckeren Essens zu schenken.

Dann musste es aber schnell weitergehen zur Iglesia de San José de Nasca, da wir rechtzeitig vor Sonnenuntergang ankommen wollten. Wir hatten geplant, direkt vor der Kirche auch zu übernachten. Die Kirche stammt aus dem 17. Jahrhundert und war einst das spirituelle Zentrum der Stadt, ist heute jedoch eine beeindruckende Ruine, die vom schweren Erdbeben 1996 stark gezeichnet ist.



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