Nach einer wieder recht kalten Nacht in Uyuni machten wir uns am Morgen auf den Weg zurück in Richtung der chilenischen Grenze beim Volcán Ollagüe. Dort waren wir an Tag 195 und Tag 348 auch schon nach Bolivien eingereist. Obwohl wir die Strecke schon zwei Mal in östliche Richtung gefahren waren, sah die Landschaft in westlicher Richtung doch teilweise noch einmal ganz neu für uns aus.




Angekommen an der Grenze sollten wir erst einmal außerhalb der Grenzstation parken. Da absolut nichts los war (vielleicht weil es Sonntag Nachmittag war?), ging der Papierkram super schnell. Bevor ich dann zur Fahrzeug-Kontrolle fahren sollte, fragte mich der sehr nette Grenzbeamte, ob wir Dieselkanister dabei hätten. Falls ja, solle ich sie zuerst noch in den Fahrzeug-Tank einfüllen. Es sei lediglich erlaubt einen vollen Kanister dabei zu haben. Da wir aber in Uyuni überraschend Diesel bekommen hatten war das gar nicht so einfach. Am Ende hatten wir einen sehr vollen Fahrzeugtank, einen zu vollen Kanister, und drei einigermaßen leere Kanister, was für den Beamten dann in Ordnung war. In Einreise nach Chile klappte anschließend auch wieder problemlos.

Da wir zwecks der sehr genauen Grenzkontrollen der Chilenen fast ohne Lebensmittel unterwegs waren, freuten wir uns in Ollagüe an einem kleinem Kiosk, wo wir zumindest etwas Obst und Gemüse, sowie Milch kaufen konnten.
Dann ging es weiter zu unserem Schlafplatz unweit von Ollagüe. An dem wunderschönen „Picknick-Platz“ mit heißen Quellen hatten wir an Tag 194 schoneinmal übernachtet, da wir uns für die Lagunenroute noch weiter akklimatisieren wollten.

Dort angekommen waren wir aber nicht alleine, sondern trafen zwei sehr nette Chileninnen aus Ollagüe. Sie hatten es sich zur Aufgabe gemacht, zwei Sixpacks Corona-Bier mit Limettensaft und Salz zu trinken. Sie freuten sich an unsere Anwesenheit, und wir uns an ihrer. Als es dunkel wurde halfen wir ihnen mit Jacken und Teppichen aus, und sie kamen vermutlich erst deutlich später nach Hause als sie ursprünglich geplant hatten. Und wir wussten hinterher deutlich mehr über das Leben in Ollagüe und über verschiedene lokale Sagengeschichten. Beispielsweise treibe in der Schule von Ollagüe ein Geist sein Unwesen, da diese auf dem ehemaligen Friedhof gebaut wurde.

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