Nach einer weiteren sehr kalten Nacht auf 3.700 Höhenmetern bestand die erste Herausforderung am Morgen erneut darin, das Auto zu starten. Dieses Mal verzichteten wir jedoch darauf, es zuvor durch die Sonne aufzuwärmen, da wir zügig loswollten. Zum Glück sprang Bernie beim zweiten Versuch an, sodass wir tatsächlich so früh wie geplant loskonnten. Dann fuhren wir ein letztes Mal durch das wunderschöne Altiplano (siehe Wikipedia). Wir genossen dabei die Aussicht aus dem Fenster und freuten uns an den Vulkanen und kleineren Salzseen.

Blick durch die Windschutzscheibe auf einen Salzsee
Blick aus dem Seitenfenster zu einem Vulkan

Irgendwann begann der Abstieg, und die Landschaft veränderte sich merklich. Wenn man zum letzten Mal aus 4.000 Höhenmetern hinunterfährt, macht sich ein wenig Wehmut breit. Uns hatte das gesamte Hochland einfach brutal gut gefallen. Es ist immer weniger bestreitbar, dass das Ende unser Reise durch Südamerika immer näher kommt.

In der als durchaus gefährlich geltenden Stadt Calama steuerten wir eine COPEC-Tankstelle an, bei der wir online einen Termin für einen Ölwechsel vereinbart hatten. Der Mechaniker war sehr freundlich, der Ölwechsel verlief problemlos und war überraschend günstig.

Bernies letzter Ölwechsel

Wir nutzten dann noch die Gelegenheit, unsere Vorräte bei einem Supermarkt etwas aufzufüllen, und waren froh, als wir die Großstadt wieder hinter uns lassen konnten. Unterwegs gönnten wir uns den Luxus der chilenischen Tankstellen: eine saubere, sehr warme Dusche mit ordentlich Wasserdruck.

Als Schlafplatz steuerten wir erneut die Mano del Desierto an, an der wir bereits an Tag 182 übernachtet hatten. An diesem Tag hatten wir an einer fantastischen Führung im Observatorium Paranal teilgenommen und dort Karsten und Caren kennengelernt. Abends verbrachten wir an diesem Schlafplatz einen sehr schönen Abend zusammen und schreiben uns bis heute regelmäßig.

Mano del Desierto

Auch heute hatten wir Glück und zwei nette Niederländer gesellten sich zu uns. Wir kochten gemeinsam und verbrachten einen gemütlichen Abend. Nur mit den Sternen hatten wir dieses Mal weniger Glück. Der helle Halbmond stand ziemlich direkt vor der Milchstraße und ging erst gemeinsam mit ihr unter. So konnten wir leider keine schönen Fotos in der Nacht machen.

Kategorien: Panamericana

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