Auch wenn die Nacht aufgrund der deutlich geringeren Höhe (knapp 1200 m) wesentlich wärmer war und Bernie nun wieder deutlich mehr Sauerstoff zum Starten zur Verfügung stand, wollte er erst einmal nicht anspringen.

Beim Ölwechsel hatte der Mechaniker auch den Dieselfilter getauscht. Leider hatte er dabei die Auflagefläche für eine Kupferdichtung nicht gereinigt, sodass einerseits während des Betriebs Diesel austrat und andererseits bei abgeschaltetem Motor Luft ins System gelangte. Da wir einen Teil unseres Werkzeugs in Ecuador anderen Reisenden mitgegeben hatten, um es nach Hause zu transportieren, standen wir nun erst einmal ohne passendes Werkzeug da. Doch Saskia hatte die grandiose Idee, unseren Schlüssel für die Reifen zu verwenden. Passenderweise war eine geeignete Nuss dabei, und die Biegung war genau richtig, um an die Schraube heranzukommen. So konnten wir den Filter neu festziehen und anschließend unter mühsamem Einsatz der manuellen Diesel-Handpumpe den Motor wieder starten.

Dann ging die Fahrt los – insgesamt knapp 450 km nach Süden. Zunächst fuhren wir rund 330 km durch die endlose Weite der Atacama-Wüste. In Chañaral erreichten wir wieder die Küste und fuhren weiter bis Bahía Inglesa, wo wir bereits an Tag 179 am Strand übernachtet hatten.

Fahrt durch die endlose Atacama-Wüste

Am Strand angekommen, genossen wir zunächst unseren Stellplatz – mit in Pfannkuchenteig ausgebackenen, karamellisierten Äpfeln. Und dann hatten wir mal wieder so ein „Warum nicht schon früher?“-Erlebnis: Beim Nachfüllen von Diesel verwendeten wir zum ersten Mal unseren Schlauch statt des miserablen Trichters, wodurch plötzlich war alles viel einfacher.

Diesel Nachfüllen mit Schlauch
Kategorien: Panamericana

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