Wir ließen den Tag entspannt angehen: Ausschlafen, gemütlich frühstücken und dann vom Flughafenhotel hinein in die Stadt, direkt zum gigantischen Einkaufszentrum Costanera Center. Mit seinen sechs Etagen, unzähligen Geschäften und einem der größten Foodcourts Südamerikas ist es das größte Einkaufszentrum Chiles. Zu dem Komplex gehört auch der Gran Torre Santiago, der das höchste Gebäude Südamerikas ist. Eigentlich wäre das Einkaufszentrum der perfekte Ort gewesen, um noch einmal kräftig einzukaufen – doch da wir schon jetzt maßlos mit Gepäck überladen sind, ließen wir das besser. Also blieb es beim Bummeln durch die endlosen Gänge. Zum Mittagessen gingen wir zum Foodcourt des Zentrums, was sich aber wenig später als Fehlentscheidung herausstellte. Denn kaum draußen, entdeckten wir ein Viertel voller asiatischer Restaurants, die mit frischen Nudeln, Sushi und Suppen deutlich verlockender wirkten.
Nach einem Kaffee ging es für uns weiter ins Barrio Italia, ein charmantes Viertel, das wir Anfang Februar schon mit Papa erkundet hatten. Zwischen kleinen Bars, Cafés und Handwerksläsen fühlten wir uns sofort wieder wohl. Wir kehrten in zwei Bars ein, in denen wir schon mit Papa an Tag 168 und Tag 169 gesessen hatten. Bei der Bar Rubik mussten wir jedoch feststellen, dass die Kellnerin ihren Hund diesmal nicht dabeihatte. Umso mehr freute sie sich, als wir ihr ein Foto von Saskia und dem Hund aus dem März zeigten.



Auch wenn die Rückfahrt der letzten Wochen manchmal anstrengend war, tat es gut, wieder an bekannte Orte zurückzukehren. Manchmal auch nichts Neues entdecken zu müssen ist auch schön, einfach an einen Ort zu gehen, von dem man schon vorher weiß, dass er einem gefallen wird.
Zum Abendessen entschieden wir uns für etwas Besonderes: ein japanisches Restaurant, in dem wir Shabu-Shabu probierten. Am Tisch stand ein Topf mit klarer Brühe auf einem kleinen Gasherd, in dem wir frisches Gemüse und Tofu etwas länger und dünne Scheiben Rindfleisch kurz garten. Dazu wurden zwei Dips serviert, die dem Ganzen deutlich mehr Geschmack verliehen.

0 Kommentare